Change-Beratung für betriebliche Interessenvertretungen
Mittendrin statt außen vor
Begleitung für betriebliche Gremien in Umbrüchen und Veränderungsprozessen
Reorganisation, Zusammenlegung, neue Abläufe: Bei Veränderungen im Betrieb hat Ihr Gremium zwei Rollen gleichzeitig. Es vertritt über die gesetzliche Mitbestimmung die Interessen der Kolleg*innen — und es ist Akteur in einem Change-Prozess, in dem andere Logiken gelten als im Mitbestimmungsverfahren. Das Problem daran: Die formale Mitbestimmung greift oft erst, wenn das Wesentliche faktisch entschieden ist.
Wir arbeiten deshalb an beiden Rollen. Wir machen den Change-Prozess mit seinen Begriffen und Spielregeln für Ihr Gremium zugänglich, damit Sie ihn früh nutzen können. Und wir sorgen dafür, dass daraus am Ende belastbare Ergebnisse werden und nicht nur Absichtserklärungen.
Woran es in Veränderungsprozessen meistens hängt
Für viele Gremien ist die größte Herausforderung die Gleichzeitigkeit – Ein Vorhaben wird in Umrissen angekündigt, die Belegschaft fragt nach, die Geschäftsführung erwartet eine Rückmeldung – und das Gremium soll all das neben der laufenden Arbeit einordnen. Wer wann worüber entscheidet, ist dabei oft unklarer als die Sache selbst. In der Praxis läuft es auf Fragen wie diese hinaus:
- Nach welcher Logik funktionieren moderne Change-Prozesse?
- Welche Aufgabe hat das Gremium in so einem Prozess – und wer bei uns übernimmt sie?
- Woher bekommen wir früh genug belastbare Informationen, statt uns auf Gerüchte verlassen zu müssen?
- Was ändert sich für die Beschäftigten tatsächlich, und wo entsteht daraus Mitbestimmung?
- Wie beziehen wir die Kolleg*innen ein, ohne Zusagen zu machen, die wir nicht halten können?
- Wie gehen wir mit Sorgen und Widerständen um, solange wir selbst wenig Sicheres wissen?
- Und wie stellen wir sicher, dass das, was mündlich zugesagt wurde, hinterher noch gilt?
An diesen Fragen arbeiten wir gemeinsam mit Ihrem Gremium – nicht am Lehrbuchbeispiel, sondern an Ihrem Vorhaben.
Unser Angebot im Überblick
Unser Angebot besteht aus mehreren Bausteinen. Sie können mit einer Standortbestimmung anfangen und je nach Bedarf erweitern oder einzelne Bausteine direkt beauftragen.
Standortbestimmung im Gremium
Der Einstieg mit klar begrenztem Umfang. Wir sehen uns gemeinsam an, in welcher Phase Ihr Vorhaben steckt, welche Handlungsmöglichkeiten zu diesem Zeitpunkt realistisch offen sind und welche Aufgaben im Gremium verteilt werden müssen. Am Ende steht ein Fahrplan für die nächsten Wochen – und eine Grundlage für die Entscheidung, ob Sie darüber hinaus Unterstützung brauchen.
Seminar: Veränderungen verstehen und begleiten
Die gemeinsame Wissensgrundlage im Gremium. Wir gehen durch, wie Veränderungsprozesse typischerweise verlaufen, an welchen Punkten Beteiligung möglich ist und mit welchen Werkzeugen ein Gremium sie nutzen kann – bis hin zu der Frage, wie Ergebnisse hinterher abgesichert werden. Gearbeitet wird bevorzugt am tatsächlichen Vorhaben in Ihrem Betrieb, weil das Gelernte dann direkt anwendbar ist.
Transformationswerkstatt
Für Gremien, die ein größeres Vorhaben über einen längeren Zeitraum begleiten müssen. Über mehrere Monate arbeiten wir mit Ihnen an der Analyse des Vorhabens, an der Rollenverteilung im Gremium, an Formaten zur Beteiligung der Beschäftigten, an der Kommunikation in unsicheren Phasen und an einem Maßnahmenplan, der auch umgesetzt wird. Zwischen den Terminen sind wir erreichbar, für kurze Rückfragen ebenso wie für Coaching.
Laufzeit 4 bis 6 Monate, 6 bis 15 Teilnehmende. Präsenzworkshops, Online-Beratung und Begleitung zwischen den Terminen.
Moderation und Coaching einzelner Schritte
Manchmal geht es nicht um einen ganzen Prozess, sondern um einen Termin, der gut laufen muss. Wir moderieren Beteiligungsformate, Klausurtage oder Gesprächsrunden mit der Belegschaft, begleiten das Gremium bei schwierigen Verhandlungssituationen und arbeiten im Coaching mit einzelnen Mitgliedern oder dem gesamten Gremium an der eigenen Rolle.
Was uns ausmacht
Wir arbeiten an dem, was in Ihrem Betrieb wirklich passiert. Was am Ende dabei herauskommt, ist deshalb kein Seminarergebnis, sondern eine Strategie, ein Beteiligungskonzept oder ein Maßnahmenplan, mit dem Ihr Gremium weiterarbeiten kann. Unsere Berater*innen bringen dafür zwei Seiten zusammen: Erfahrung in Veränderungs- und Organisationsprozessen und Kenntnis der Bedingungen, unter denen Gremienarbeit tatsächlich stattfindet – knappe Zeit, laufende Konflikte, unvollständige Informationen. Dazu kommt persönliche Kontinuität: Sie haben es über die gesamte Zusammenarbeit mit denselben Ansprechpersonen zu tun und nicht mit wechselnden Projektteams.
Klar ist dabei, für wen wir arbeiten. Unser Auftrag kommt von Ihrem Gremium. Gemeinsame Formate mit Personalabteilung oder Führungskräften halten wir oft für sinnvoll und moderieren sie gern – aber nur, wenn Sie das so wollen, und ohne dass sich unsere Rolle dabei verschiebt.
Häufige Fragen
Das Vorhaben ist längst angekündigt. Ist es jetzt zu spät?
Nein. Die Ankündigung ist selten der Punkt, an dem alles feststeht – die Umsetzung ist fast immer offen, und dort liegt viel Gestaltungsspielraum. Die Standortbestimmung zeigt Ihnen, was jetzt noch geht.
Brauchen wir vorher einen Beschluss?
Für das kostenfreie Erstgespräch nicht. Erst für die Beauftragung – dafür erhalten Sie von uns ein Angebot mit klarem Umfang und der passenden Rechtsgrundlage, das Sie Ihrem Beschluss zugrunde legen können.
Beraten Sie auch den Arbeitgeber?
In diesem Angebot nicht. Wir arbeiten für das Gremium. Wenn gemeinsame Workshops mit der Arbeitgeberseite sinnvoll sind, moderieren wir die gern – abgesprochen mit Ihnen. Für Unternehmen haben wir eigene Angebote und andere Kolleg:innen.
Was, wenn die Geschäftsführung nicht mitzieht?
Ein Teil der Arbeit besteht genau darin, mit Ihnen zu klären, was Sie auch ohne Kooperation erreichen können: über Informations- und Beteiligungsrechte, über eigene Formate und über die schriftliche Absicherung von Ergebnissen.
Wir haben kaum Zeit. Lohnt sich ein Prozess über Monate?
Nur, wenn das Vorhaben groß genug ist. Bei knapper Zeit sind das Seminar oder einzelne moderierte Termine der realistischere Weg – und meist der wirksamere, weil sie tatsächlich stattfinden.
Wie halten Sie es mit Vertraulichkeit?
Alles, was wir an Unterlagen sehen und in Workshops hören, bleibt selbstverständlich vertraulich. Auf Wunsch schließen wir zusätzlich eine Vertraulichkeitsvereinbarung.
Kosten und Finanzierung
Sachverständigenleistungen für Betriebsräte sind nach § 80 Absatz 3 BetrVG arbeitgeberfinanziert, Schulungen nach § 37 Absatz 6 BetrVG. Bei Personalräten gelten, abhängig vom jeweiligen Personalvertretungsrecht, ähnliche Regelungen.
Die genaue Höhe der Kosten richtet sich stark nach Ihren Anforderungen. Aus diesem Grund ist auch unsere Preisgestaltung individuell. In einem Erstgespräch schätzen wir mit Ihnen den realistischen Bedarf ab, bevor wir Ihnen ein konkretes Angebot machen. Gerne unterstützen wir Sie dabei, den Bedarf gegenüber dem Arbeitgeber nachvollziehbar zu begründen, und legen ein Angebot mit klar abgegrenztem Umfang vor, das Sie Ihrem Beschluss zugrunde legen können.
Das Erstgespräch ist in jedem Fall kostenfrei – Egal ob ein Auftrag zustande kommt oder nicht.
Warum Arbeit und Leben Hamburg?
Arbeit und Leben Hamburg ist als gemeinnütziger und gewerkschaftsnaher Bildungsträger seit über 30 Jahren als geprüfte Weiterbildungseinrichtung tätig und nach ISO 9001 zertifiziert. Alle Dozierenden verfügen über langjährige Praxiserfahrung in der Beratung und Qualifikation von Gremien rund um die Themen Digitalisierung, Transformation und Change Management.
Haben Sie Fragen? Melden Sie sich gerne.
Kontakt
Uli Zens
Beraterin für digitale Transformation und Change Management
Mobil +49 (0)178 8179 681
uli.zens@hamburg.arbeitundleben.de
Beratung erfordert Vertrauen. Gerne stellen wir uns Ihnen in einem kostenfreien Erstgespräch vor. Dort klären wir gemeinsam, welches Angebot am besten zu Ihnen passt. Teilen Sie uns dafür einfach Ihre Kontaktdaten mit.
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