Der Kampf um die Erinnerung an NS-Verfolgung in Hamburg
Erinnerungspolitik im Wandel
Seit 1938 entwickelt sich das KZ Neuengamme zum zentralen Konzentrationslager für Nord-Westdeutschland.
Schon wenige Jahre nach der Befreiung durch die Britische Armee beginnt die Stadt Hamburg mit der Errichtung von Gefängnissen auf dem Lagergelände, Überlebende mussten jahrzehntelang für eine Gedenkstätte kämpfen, erst seit 2005 gibt es die Gedenkstätte in der heutigen Form. Damit ist Neuengamme ein eindrückliches Beispiel dafür, wie lange der Kampf für die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen dauerte. Aber auch danach noch ist die Erinnerung in Hamburg umkämpft, wie z. B. die Auseinandersetzungen um das ehemaligen Gestapo-Hauptquartier am Stadthaus oder den Gedenkort am ehemaligen Deportationsort Hannoverscher Bahnhof zeigen. Und im Zuge des gesellschaftlichen Rechtsruckes wird das Gedenken allgemein immer öfter in Frage gestellt.
Gleichzeitig hat sich der Blick auf die Erinnerungskultur auch in Neuengamme immer wieder verändert, 2025 wurde in Neuengamme ein neues Gedenkzeichen eingeweiht, dass die Herkunft der Häftlinge aus der ganzen Welt stärker in den Vordergrund rückt.
Nachdem wir uns zum Einstieg mit der Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Hamburg beschäftigen, werden wir uns anschließend mit der umkämpften Erinnerung von 1945 bis heute und den Veränderungen der Erinnerungskultur auseinandersetzen.
Seminargebühr zzgl. Kosten für ÖPNV und Eintritte
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