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15.08.2018

Hamburg ist top!

Hamburger Azubis trauen sich.  So viele wie in keinem anderen Bundesland gehen ins Ausland. Internationaler Teil der Ausbildung wird immer beliebter, wie eine neue Studie zeigt.

12,8 Prozent aller Azubis aus Hamburg verbringen eine Zeit ihrer Ausbildung im Ausland. Im Bundesdurchschnitt sind es gerade 5,3 Prozent, so das Ergebnis einer neuen Studie der National Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NABIBB).  An zweiter Stelle steht Berlin mit 9,8 Prozent, Schlusslicht ist Rheinland-Pfalz mit 2,7 Prozent.

„Wir freuen uns, dass so viele junge Menschen diese Chance ergreifen“, betont Sonja Olejak. Sie ist Leiterin der Abteilung Mobilitätsagentur beim gemeinnützigen Bildungsträger Arbeit und Leben Hamburg und damit mitverantwortlich für die Organisation von Auslandsaufenthalten für Azubis. „Es ist immer wieder toll zu sehen, wie positiv sich diese Zeit auswirkt: Die Auszubildenden kommen mit viel mehr Selbstbewusstsein, Verantwortungsbereitschaft und Motivation zurück.“

Vor dem Hintergrund zunehmender Globalisierung hat der Deutsche Bundestag bereits 2013  gefordert, dass bis 2020 bundesweit zehn Prozent aller Azubis ein Praktikum als Teil ihrer Ausbildung im Ausland absolvieren sollen. Die Gründe: Internationale Berufskompetenzen werden immer wichtiger. Fremdsprachenkenntnisse, Teamfähigkeit und interkulturelle Erfahrungen steigern sowohl die individuellen Karrierechancen als auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Hamburg hat als einziges Bundesland die „Zehn-Prozent-Marke“ schon jetzt klar überschritten. Tendenz: steigend. „Das Interesse ist groß. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung im internationalen Austausch arbeiten wir mit dem Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HiBB), den Hamburger Berufsschulen und zunehmend auch Betrieben eng zusammen“, so Sonja Olejak. Sie ist überzeugt: Hamburgs Spitzenplatz ist nur durch dieses erfolgreiche Zusammenspiel möglich.

Finanziert wird der Austausch im Berufsbildungsbereich in Hamburg  über den Europäischen Sozialfonds (ESF), das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB), die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB), die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) sowie die Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg.

Die Expertise liegt bei Arbeit und Leben Hamburg. Dort erhalten interessierte Azubis, Betriebe und Berufsschulen umfassende Beratung. Egal, ob sich die Teilnehmer für ein individuelles Praktikum, eine Gruppenausreise oder eine Praktikum in einer Niederlassung ihrer Firma entscheiden – Arbeit und Leben Hamburg übernimmt die Organisation und bietet Praktikumsplätze, bzw. Kontakt zu Partnerorganisationen und -betrieben in ganz Europa.

Gefördert werden die beruflichen Auslandsaufenthalte über das europäische Programm Erasmus+.  Es finanziert Stipendien zur Bezuschussung der An- und Abreise, Unterkunfts- und Verpflegungskosten. Die Höhe der Stipendien richtet  sich nach Zielland und Dauer des Aufenthaltes und deckt einen Großteil der entstehenden Kosten ab. Auch hierzu berät Arbeit und Leben Hamburg. Wer sich für ein Auslandspraktikum bewirbt, kann dort auch gleich das Stipendium beantragen.   

Die meisten Azubis gehen für die Dauer von drei Wochen ins Ausland, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Diese Erfahrung bestätigt Sonja Olejak: „Drei Wochen sind ein guter Zeitrahmen, um einen Einblick in neue Arbeitskulturen zu gewinnen, aber im eigenen Betrieb und in der Berufsschule nicht viel zu verpassen. Wir haben jedoch auch Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die bis zu einem halben Jahr im Ausland bleiben. Das bringt natürlich noch mehr Erfahrungen und steigert die Fach- und Sprachkenntnisse enorm.“

Weitere Infos: www.hamburg.arbeitundleben.de/mobilitaetsagentur

Die Studie findet sich hier:  https://www.na-bibb.de/service/publikationen/publikationsdetails/wk/anzeigen/artikel/auslandsaufenthalte-in-der-berufsbildung-2017/

 

Kontakt:
Arbeit und Leben Hamburg
Mobilitätsagentur
Sonja Olejak (Abteilungsleitung)
Telefon: (040) 284016-11
E-Mail: office@hamburg.arbeitundleben.de