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Grundbildung und Alphabetisierung in der Arbeitswelt

Projekt MENTO

14 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland können nicht ausreichend lesen und schreiben. Sie sind vielleicht in der Lage, einzelne Wörter oder sehr kurze Sätze zu entziffern, nicht aber Texte, Arbeitsanweisungen oder Mitteilungen. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind berufstätig.

Ziel von MENTO ist es, MentorInnen auszubilden, damit sie Menschen mit Schreib-, Lese- oder Rechenschwäche (funktionale AnalphabetInnen) an ihrem Arbeitsplatz ansprechen und sie für die Teilnahme an Fortbildungen ermutigen.
Das Besondere: Sämtliche MentorInnen sind selbst Mitarbeitende in den Betrieben, idealerweise Betriebsräte oder Vertreter von Interessensgruppen und können dadurch auf Augenhöhe betroffene KollegInnen ansprechen und über Weiterbildungsangebote informieren.

Das Projekt MENTO

  • informiert über funktionalen Analphabetismus in der Arbeitswelt
  • berät gezielt betriebliche Akteure in Schleswig-Holstein und der Metropolregion Hamburg
  • baut regionale MentorInnennetzwerke auf
  • führt MentorInnen-Schulungen durch
  • betreut und berät die MentorInnen auch darüber hinaus
  • organisiert regionale Treffen zum Erfahrungsaustausch
  • entwickelt Bildungsnetzwerke zwischen Volkshochschulen, Bildungsträgern, Betrieben, Gewerkschaften, Behörden und Wissenschaft.

Sämtliche Beratungs- und Schulungsangebote sind für die TeilnehmerInnen kostenlos und werden über Projektmittel finanziert.

MENTO ist ein Projekt des DGB Bildungswerkes BUND und wird für den DGB Bezirk Nord von Arbeit und Leben Schleswig-Holstein durchgeführt. Es wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen W141800Y gefördert.
Weiterführende Informationen zum Projekt finden Sie auf der zentralen Projekthomepage des DGB Bildungswerks BUND.

Hintergrund

7,5 Millionen Menschen in Deutschland und somit mehr als 14 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung können nur unzureichend lesen und schreiben. Zu diesem Ergebnis kommt die leo.Level-One Studie der Universität Hamburg, die erstmals valide Zahlen zur Dimension des funktionalen Analphabetismus in Deutschland präsentiert. Die Teilhabe am sozialen und kulturellen, am politischen und beruflichen Leben ist für die Betroffenen nur eingeschränkt möglich. Denn die Fähigkeit, lesen und schreiben zu können, ist eine wesentliche Voraussetzung zur Mitwirkung in vielfältigen gesellschaftlichen Kontexten. Grundbildungsdefizite erschweren diese Teilhabe erheblich. Die Enttabuisierung des Themas, die damit einhergehende Sensibilisierung des Umfelds und die Motivation der Betroffenen zur Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen sind daher eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.